Porträts von Naturland Partnern
Gläserne Molkerei
Die Gläserne Molkerei hält, was ihr Name verspricht: Sie ermöglicht volle Transparenz von der Weide bis in den Handel. Was der Naturland Markenpartner alles für Tierwohl, Öko-Landbau und nachhaltige Entwicklung tut, kann sich auch wirklich sehen lassen.
Volle Kraft voraus für Bio und Artenvielfalt
Mit zwei Standorten im brandenburgischen Münchehofe und im mecklenburg-vorpommerschen Dechow hat die Gläserne Molkerei die Bio-Landschaft im Nordosten Deutschlands geprägt. Rund 9.500 Kühe produzieren jährlich etwa 60 bis 65 Millionen Liter Milch für 30 verschiedene Bio-Produkte – von Trinkmilch und Buttermilch über Joghurt und Butter bis zum Käse. Kleine Betriebe mit 15 bis 20 Tieren, Hofgemeinschaften, Genossenschaften und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind ebenso in die Wertschöpfungskette eingebunden wie große Höfe mit gut 500 Tieren. Für eine langfristige Partnerschaft müssen strenge Kriterien zu Tierwohl, Tiergesundheit, Stallbau und Fütterung erfüllt sein. Besonderen Wert legt die Molkerei auf den Weidegang der Milchkühe. Im Schnitt erreichen die Höfe 200 Weidetage pro Jahr und liegen damit weit über dem Durchschnitt. Ein Muss ist außerdem, dass die Milchviehbetriebe einem Öko-Verband angehören. Viele von ihnen haben sich für Naturland entschieden und werden von Regionalberater:innen für Naturland bei der Umsetzung der Haltungs- und Qualitätskriterien unterstützt.
Strenge Kontrollen sind dabei unerlässlich, aber auch ein gutes Miteinander zwischen Bäuer:innen und Molkerei. Schließlich geht es nicht nur darum, Bio-Produkte auf den Markt zu bringen. Sondern das Ziel ist eine nachhaltige Wertschöpfungskette, in der es Mensch, Tier und Natur gut geht. Unter dem Motto „Die Weide lebt!“ hat die Gläserne Molkerei eine Initiative gestartet, um mindestens 20% der Flächen auf allen Höfen in artgerechte Lebensräume für Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere zu verwandeln. Dazu werden zum Beispiel Wildfruchthecken, Streuobstwiesen oder Kleingewässer angelegt. All dies muss sich natürlich preislich abbilden lassen, und zwar so, dass nicht nur der Handel, sondern auch die Erzeuger:innen gut von ihrer Arbeit leben können. Um das zu kommunizieren, nutzt die Gläserne Molkerei alle Möglichkeiten. Auf den neuen Verpackungen führen QR Codes zu vertiefenden Informationen und Videos, in denen die Landwirt:innen und die Naturschutzmaßnahmen vorgestellt werden. So kommt bei den Kund:innen an, was wirklich zählt: ehrliche Bio-Qualität und das Transparenz-Versprechen der Molkerei.